Kannibalismus
Das Verspeisen von Artgenossen oder deren Teile wird als Kannibalismus bezeichnet.
Unter diesen Begriff zählt man insbesondere den Verzehr von Menschenfleisch durch andere Menschen.
In der heutigen Zeit und in den meisten Gesellschaftsformen ist Kannibalismus mit einem strikten Tabu belegt und verboten.
Der Begriff Kannibalismus kommt auch in der Astronomie vor, hier hat er die Bedeutung, dass größere Galaxien kleinere Galaxien einfach "verschlucken". Auch in der Fertigungstechnik hat der Kannibalismus Einzug gehalten. Hier wird der Begriff aber eher umgangssprachlich verwendet. Er bezeichnet in diesem Fall den Ausbau von Teilen aus bereits montierten Baugruppen mit dem Ziel, die Teile in andere Baugruppen einzubauen, damit diese schneller fertig werden.

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Heute ist der Kannibalismus in der menschlichen Gesellschaft in fast allen Kulturen und Religionen mit einem strengen Tabu belegt.
Verwendung findet der Begriff in der heutigen Zeit in der Völkerkunde, der Ethnologie, der Zoologie und der Psychiatrie, die den Kannibalismus als Fetischismus einordnet.
In dem Buch "Menschen essen Menschen - Die Welt der Kannibalen", von Christian Spiel, wird zwischen dem mythisch begründeten Kannibalismus, dem religiösen, dem rituellen, dem Pietätskannibalismus, dem Angst-Kannibalismus, dem magischen Kannibalismus (in diesem Fall herrscht bei einigen Menschen die Vorstellung, dass bestimmte Eigenschaften wie Kraft und Mut vom Opfer durch den Verzehr des Körpers auf den Esser übergehen), dem Gerichts-Kannibalismus (hierbei handelt es sich um das Verspeisen von verurteilten Personen oder das Trinken ihres Blutes) und dem Kannibalismus zu Ernährungszwecken unterschieden.

